PROGRAMM 2014

 

 

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Schloss Leuk, Donnerstag 5. - Montag 9.6. (durchgehend)

KUNSTAUSSTELLUNG

 

Programm

Über die Dauer des Festivals Forum Wallis
kuratiert die Stiftung Schloss Leuk
in Zusammenarbeit mit dem Forum Wallis
eine Ausstellung mit zeitgenössischer Kunst
unter Beteiligung Walliser Künstlerinnen und Künstler.

Joëlle Allet
Berclaz de Sierre
Maria Ceppi
Walter Eigenheer
Petra Fankhauser
Marie N. Guex
JocJonJosch
Josef Loretan
Gustav Oggier
Carlo Schmidt
Pascal Seiler
Sibylla Walpen
Nadia Wüthrich
David Zehnder

Besichtungen ausserhalb der Öffnungszeiten
bitte unter office (at) forumvalais.ch anmelden

Führungen In Zusammenarbeit mit

 

 

 

JOELLE ALLET

AUSBILDUNG
09-10 | Stipendium an Kungliga Konsthögskolan (Royal University College of Fine Arts), Stockholm
05-08 | Diplom an der Zürcher Hochschule der Künste, Studienvertiefung „Bildende Kunst“,
04-05 | Vordiplom an der Zürcher Hochschule der Künste, Studienvertiefung „Style&Design“
00-04 | Diplom an der Ecole cantonale d‘art du Valais „MPA Designer“

AUSSTELLUNGEN/PREISE
12 | Gruppenausstellung, Heimspiel 2012, Kunstmuseum St.Gallen
12 | Miramarmi Loft Exhibition, Arte Laguna Prize Residence, Vicenza
12 | Einzelausstellung „Turn off the light!“ Galerie Largo Baracche, Napoli
12 | Gruppenausstellung, Dienstgebäude Zürich
12 | Gruppenausstellung, Arte Lagnua Prize, Venedig
12 | Gruppenausstellung „Edition multiples“, Local d‘art contemporain,Vevey
11 | Gruppenausstellung „Catch of the Year“, Dienstgebäude Zürich
11 | Le futur antérieur, Genf
11 | Flügelschlag, Intervention im Betreibungsamt, Dübendorf
11 | Booklounge, Motto Store, Perla Moda Zürich
11 | Werkankauf Kanton Wallis
11 | Gruppenausstellung, Ana Strika - die grosse Kunstausstellung, Schaukasten Herisau
10 | Prix Manor
10 | Unterstützungsbeitrag der Fondation Bea pour Jeunes Artistes
10 | Kiefer Hablitzel Preis
10 | Gruppenausstellung, Galleri Mejan, Stockholm
10 | Gruppenausstellung, Dienstgebäude, Zürich
10 | Gruppenausstellung, Forum Vebikus, Schaffhausen
09 | Intervention im Kunstkasten, Winterthur
09 | Gruppenausstellung Galerie Zur Matze, Brig
09 | Sommercamp 2009, Galerie Haas&Fischer, Zürich
09 | Förderpreis 2009, Kanton Wallis
09 | Yvonne Chardonnens - Lang Stipendium, Zürich
09 | Plattform 09, Gruppenausstellung EWZ Selnau, Zürich
08 | START POINT 2008, Gruppenausstellung in Klatovy/Tschechien
08 | Diplomausstellung, Güterbahnhof Zürich
08 | Installation im PARK, ein öffentlicher Projektort der ZHDK, Pfingstweidstrasse 6, Zürich
07 | Ausstellung Fries 005a, Kunsthalle Sankt Gallen, in Zusammenarbeit mit Tamara de Wehr
06 | Gruppenausstellung „Forum Wallis“, Galerie zur Matze, Brig
05 | Förderpreis des Kanton Wallis, sechsmonatiger Atelieraufenthalt in Berlin
04 | Gruppenausstellung „ExVoto“_Leuk
03 | Ausstellung: „L‘étalon vaillant“ Olympisches Museum, Lausanne

AUFTRÄGE/WETTBEWERBE
12 | „Edition multiple“ Druckgrafik in zusammenarbeit mit der École cantonale d‘art du Valais
12 | "Kristallhimmel", Kunst am Bau, Skulpturenweg Leuk
10 | "Bon Voyage" Publikation anlässlich der Manorpreis Ausstellung, Edition Kodoji Press
10 | "Quasikristall", Kunst am Bau, Raiffeisenbank Reckingen/VS
09 | "Schichtug", Kunst am Bau, Raiffeisenbank Visp/VS
08 | Realisation eines Ausstellungsobjektes für Tamara de Wehr, Ausstellung in Bex&Arts Sommer 2008,
07 | Mitarbeit bei "Gemmitraum", eine Ausseninstallation von Mati Krattenmacher und Raphaël Zubler
06 | Videoperformance für eine Fashionshow, in Zusammenarbeit mit Martin Fröhlich und Kristina Escher
05 | Umsetzung eines Kaltnadeldruckes für den Verein BIZ‘ART, Musée Cantonal, Sion
04 | Mitarbeit „Parkett-20 Years of Artists’ Collaborations“,Kunsthaus Zürich, Leitung Alfredo Häberli

 

 

 

BERCLAZ DE SIERRE

geboren am 15. April 1986 in Paris, lebt in Siders und ist ein konzeptuell arbeitender Künstler, der sich vor allem mit dem Thema der Identität des Namens auseinandersetzt. Dabei spielt seine eigene biographische Erfahrung eine zentrale Rolle. Als er sein Studium der Kunst in Genf 1998 beendet hatte, verbot ihm ein Namensvetter – der ebenfalls Künstler ist – seinen eigenen Namen. Berclaz de Sierre benutzt seither diesen Künstlernamen als sein Label. In seiner Arbeit spielen fortan Namensvetter eine zentrale Rolle. Er sucht beispielsweise Namensvetter von bedeutenden, aber bereits verstorbenen Künstlern auf, z.B. Leonardo da Vinci, Sandro Botticelli, Arnold Böcklin, Paul Klee, Albert Anker, Jean Tinguely etc. Er sucht diese Namensvetter per Telefonbuch oder Internet und besucht sie an ihrem Wohnort, wo er sie um ein Interview, Videoaufzeichnung, und Fotoporträt bittet. Die Geschichten, die er dabei erlebt, haben ihren eigenen Stellenwert. Zudem interessieren ihn seit einiger Zeit auch Namen von Produkten (Möbel, Werkzeug, Elektromaterial). Er sucht sich aus Versandkatalogen Möbelstücke, Unterhaltungselektronik, Werkzeuge oder andere Einrichtungsgegenstände heraus, die Namen von berühmten Kulturschaffenden tragen (zB Claudia Schiffer, Gilbert&George, Charly Chaplin, etc.). Er erwirbt diese Objekte und kombiniert sie zu Installationen und zu Objekten.

 

 

 

MARIA CEPPI

1963 geboren in Visp/VS, CH, lebt und arbeitet in Sierre VS

2004 – 2006 MAPS, Master of Art in public Sphere, ECAV, Sierre, CH
1989 – 1990 Atelier in Philadelphia,USA
1987 – 1989 Künstlerische Tätigkeit, Tiefdruckatelier Hansjürg Brunner, Bern, CH
1987 – 1988 Schule für Gestaltung, Bern, CH
1985 – 1987 Ecole Nat. Sup. Des Beaux-Arts, Paris, F
1980 – 1985 Ecole cantonale des Beaux-Arts, Sion, CH

Einzelausstellungen (Auswahl):
2009 Kunsträume Zermatt «Vernissage»
2003 FAC,Forum d’Art Contemporain, Sierre, CH
1999 The New Fulcrum Gallery SOHO, New York, USA
1996 Galerie zur Schützenlaube, Visp, CH
1995 Fulcrum Gallery SOHO, New York, USA
1993 Galerie Michéle Zeller, Bern, CH

Gruppenausstellungen:
2011 Sierre, Leuk, CH, "Label'Art"
2010 Manoir de Martigny, CH, "Pas de jeu"
2008 Kunstmuseum Lugano, TI, CH
2008 Bex-Art, Bex,CH
1999 Galerie Zur Matze, Brig, CH
1999 – 2000 Galerie, Art Zürich, CH und Art Frankfurt, D
1996 Le Manoir, Martigny, CH
1995 Swiss Institute, New York, USA
1994 Centre d’Art Contemporain de Martigny, Monte Carasso, TI, CH
1993 Kunsthalle Bern, CH
1985 Musée des Beaux-Arts, Sion, CH

Auszeichnungen:
1996 – 2006 Ankauf durch das kantonale Kunstmuseum, Sion, CH
1994 Förderpreis Staat Wallis
1986 Anerkennungspreis der Alfred Grünwald Stiftung

Als Künstlerin beschäftigt sich Maria Ceppi seit Jahren mit der Poesie des Alltäglichen, die in den unscheinbarsten Gegenständen schlummert. Helden ihrer Geschichten sind Alltagsobjekte, die zusammengesetzt, aneinandergekoppelt zu charakteristischen Kunstobjekten werden. Sie sind nutzlos, «entnutzt», jedoch bezüglich ihrer Herkunft noch lesbar und so weit verfremdet, dass wir ihnen eine Eigenständigkeit als Skulpturen ohne Zögern zugestehen. «Les objets cultes» sollen als Trüppchen von «Seldwylern» der Flut von Nutzgegenständen die Stirne bieten, so dass wir uns für einen Augenblick fragen, wieso uns deren Effizienz so blind macht für ihre Originalität. «Ver-rückt» sind diese Objekte dank Maria Ceppis Eingriffen und besitzen die poetische Kraft, die sich auf die Tradition der Surrealisten beruft. Sie nehme nur das zweitbeste Wort, sagt Ilse Aichinger in ihrem Prosastück «Schlechte Wörter». Mit derselben Sorgfalt scheint sich Maria Ceppi dem Zweitbesten widmen zu wollen – nicht erschreckt vom Besten, sondern wohl wissend, dass in dieser Zweitwahl das poetische Potential der Idiosynkrasie erst möglich wird. In der Serie wird sichtbar: es handelt sich um ein Syntaxsystem, das erfahrbar wird durch das vergleichende Hin- und Herschauen vom einen Kunstwerk zum anderen. Die Berechtigung eines Objekts auch allein zu bestehen, überprüfte sie in einem längeren Prozess, wobei für sie als ästhetische Prinzipien die Form, das visuelle Erzählpotential und die Dialogfähigkeit in Bezug zu einer Objektgruppe galten. Maria Ceppi möchte den Schritt von der Skizze zum öffentlich gezeigten Kunstwerk in einer nachvollziehbaren Art darstellen, und lässt uns deshalb diese Objekte nicht direkt, sondern aus der Distanz eines photographischen Abbildes «ent-rückt» entdecken. Eine Porträtgalerie, möchte man sagen, in der jedes Werk in Szene gesetzt ist. Die Objekte sind nun doppelt dem Alltag entrissen: ohne Umfeld und ohne Massstab. Die Besucher, die diese abgelichteten Kunstwerke nicht in der Hand halten können, vermuten vielleicht, sie wären nur digitale Chimären. Schattenlos aufgenommen, bleiben sie unfassbar. Thomas Andenmatten photographierte sie nach Anleitung von Maria Ceppi in detailgetreuer Präzision und machte so jedes Objekt zur Diva – entrückt, unantastbar und sinnlich verführerisch schön. (Georges Pfründer, Sierre 23. März 09)

 

 

 

WALTER EIGENHEER

1961 geboren in Winterthur, aufgewachsen in Brig. Lebt und arbeitet in Zürich und Raron. Ausbildung: 1982 – 1987 Ecole des Beaux Arts, Sion (CH), 1987 Diplom in Bildhauerei, 1991 – 1997 Studium der Bildhauerei bei Prof. Olaf Metzel Akademie der Bildenden Künste, München, seit 1991 Mitglied der Visarte Schweiz (Sektion Oberwallis), 1995 – 1999 Atelier der Landeshauptstadt München, seit 1995 Meisterschüler bei Prof. Olaf Metzel, 1997 Diplom an der Akademie der Bildenden Künste, München, 2000 Lehrauftrag an der Akademie der Bildenden Künste, München, Klasse Prof. Otto Künzli. Ausstellung und Projekte: seit 1987 Teilnahme an verschiedenen nationalen und internationalen Ausstellungen und Projekten, unter anderem - Oberwalliser Kunstverein (Visarte Brig), Galerie zur Matze, Brig und Galerie zur Schützenlaube, Visp (Gruppenausstellung), Transimages, Palestra EX-GIL, Bozen (Gruppenausstellung). 1999 Die ersten Jahre der Professionalität, Galerie der Künstler, München (Gruppenausstellung), Kunst in der Stadt Brig, (Gruppenausstellung), 2000 Lehrauftrag, Akademie der Bildenden Künste, München (Klasse von Prof. Otto Künzli). 2002 Kallmann-Museum Ismaning (München), u. a. mit Flatz, Arnulf Rainer, Valie Export und Maria Lassnig (Gruppenausstellung), 2004 Einzelausstellung Off-Space München, 2007 Walliser Künstler “Maison de Courten”, Sierre (Gruppenausstellung), 2009 “Galerie zur Matze, Brig”, “Heimspiel (Einzelausstellung). Preise: Felix-Grünwald-Förderpreis, Brig. Gottfried Trittenpreis, Sion. Förderstipendium für junge Künstler, Sion. Jubiläumsstipendium der Landeshauptstadt München. Debutantenpreis der Akademie der Bildenden Künste, München.

 

 

 

PETRA FANKHAUSER

1974 geboren in Visp
1995 Matura am Kollegium Spiritus Sanctus Brig
1995 Vorkurs Schule für Gestaltung in Luzern
1999 Trimester am Institute Superiore de Arte in Havanna
2000 Abschluss an der Hochschule für Gestaltung Luzern der Fachklasse Zeichen- und Werklehrer
2003 Umzug nach Bern, Aufnahme eines Teilpensums am Kollegium Spiritus Sanctus Brig, Ateliertätikeit in Bern
Seit 2005 wieder im Wallis

Auszeichnungen
2001 Alfred Grünwald-Preis des Kanton Wallis
2002 Förderpreis des Kanton Wallis

Ausstellungen
2001 Gorilla Call: Gruppenausstellung im Kunstpanorama Luzern
2003 Galerie Schützenlaube Visp mit Martina Gmür
2003 Door-to-Door Event in Bern
2007 Gruppenaustellung Cave des Courten Sierre
2012 Gruppenausstellung „Kunst im Stadl“ in Kippel, Zeichenprojekt mit Justus Jonas
2012 Gruppenstellung „tragbare Kunst“ in der Schützenlaube in Visp
2013 Gruppenausstellung kunst l brot l kollegium in Brig und in Ernen
2013 Zeichenprojekt mit Justus Jonas im Erfrischungsraum in Luzern

Sonstiges
2004 Teilnahme an „Kunst am Bau“ Raiffeisen Bitsch, 2. Platz
2005 Ankauf der Grafiksammlung des Kollegiums Spiritus Sanctus
2007 Ankauf des Spitals Brig
2013 Ankauf des Spitals Visp
2014 Teilnahme an „Kunst am Bau“ Raiffeisen Umbau in Glis, 1. Platz (Eröffnung im Oktober 2014)

 

 

 

Born in Switzerland, Marie N. Guex worked and collaborated as a videographer with many swiss institutions over the last twenty years (Télévision Suisse Romande, Médiathèque Valais, UBS, University of Applied Sciences –Western Switzerland). She is the co-founder of Interface Studio-Theater (1999), a multimedia workspace and theater dedicated to the audio/video recording and streaming of stage performances. She was the videographer and video-scenographer of Interface Dance Company for seven years (1995-2002). She is the founder of Stage In Focus, visual documentation for performing arts. She is the co-founder of the International Society for Contemporary Music Valais/Switzerland (IGNM-VS) together with Javier Hagen, Manuel Mengis and Christophe Fellay. In 2007 she graduated from the International Center of Photography, New York, where she studied under Robert Blake and Allen Frame. Since 2006 she has been working on fine art projects with both photography and video, exploring images through a symbolic, metaphoric and poetic way. Her work has been exhibited in New York and Switzerland. She currently lives in New York. http://www.marienguex.com/wordpress/

 

 

 

 

JOCJONJOSCH

Die 2008 gegründete Gruppe JocJonJosch setzt sich aus dem Briten JOC Marchington (geboren 1976 in London), dem Schweizer JONathan Brantschen (geboren 1981 in Fiesch) und dem Schweizer mit slowakischen Wurzeln JOSCHi Herczeg (geboren 1975 in Bratislava) zusammen. Die drei leben und arbeiten in London. Performance, Video und Fotografie stehen im Mittelpunkt ihrer künstlerischen Praxis. Dabei erkunden die drei in London und in Zürich lebenden Künstler mit Humor Begriffe wie Gleichgewicht und Misserfolg. Der menschliche Körper, oft nackt, wird zum Material der kollektiven und interaktiven Skulpturen. Es entstehen zwitterhafte, komische, manchmal monsterähnliche Wesen, halb Mensch halb Tier. 2013 gewinnen sie den Manor-Kunstpreis. Dieser ist eine der wichtigsten Auszeichnungen für zeitgenössische Kunst in der Schweiz. Geschaffen um vielversprechende, junge Kunstschaffende zu fördern, wird der Preis alle zwei Jahre in zwölf Kantonen vergeben. Im Wallis sind bereits Martina Gmür 2007 und Joëlle Allet 2010 mit dem Manor-Kunstpreis geehrt worden.

http://www.jocjonjosch.com/

 

 

 

JOSEF LORETAN

Josef Loretan ist seit 2003 Dozent an der HKB. Nach einer Ausbildung als Grafiker in Visp und an der Schule für Gestaltung in Bern, absolvierte er ein einjähriges Praktikum als Steinbildhauer in Emmen. Zwischen 1985-1988 vertiefte sich der Walliser in die Bildhauerei an der Schule für Gestaltung in Luzern, Abteilung freie Kunst. Es folgte ein Auslandstudium an der Staatliche Kunsthochschule Frankfurt/Main von 1990 bis 1993. Hier konnte Loretan an der Städelschule in der Klasse von Ulrich Rückriem und Franz West sein Profil weiter schärfen. Mit einem Stipendium ausgestattet, fand er 1994 im akku-künstleratelier in Uster ein spannendes Umfeld für seine Arbeit. Von 1995 bis 1997 arbeitete Loretan in seinem ersten eigenen Atelier in Uster. 1998 zügelte er dieses nach Zürich. 2002 folgte ein weiterer Umzug nach Bern, wo der Bildhauer heute lebt und arbeitet. 2002 zeichnete ihn der Kanton Wallis mit dem Förderpreis aus. Loretan schuf zahlreiche Werke im öffentlichen Raum. Seine Arbeiten wurden an verschiedenen Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt. Breite Beachtung fanden seine „Veloglocken“ in der Schirn Kunsthalle Frankfurt im Rahmen des Projektes „Playing the City“ 2010. Häufig wiederkehrende Motive in seinen Werken sind Schnee und Eis und die Alpen. Josef Loretan ist Vater von drei Kindern.

 

 

 

CARLO SCHMIDT

Carlo Schmidt initiiert, konzipiert und entwickelt neue Experimente/Produkte/Projekte, setzt diese, oder einzelne Prozessteile davon, in seiner Verantwortung oft zusammen mit anderen Künstlern im Verbund um. «Kunst beinhaltet für mich in der heutigen Zeit nicht nur ein ästhetischer Wert, sondern auch einen sozialen, humanen Auftrag. selbst wenn ein entsprechendes Ergebnis nicht über meine Person hinaustritt.»

kulturengagements:
seit 1977 freischaffender künstler /
1981, 1989 arbeitsaufenthalte amerika, preisträger /
erarbeitung morphologischer tafeln in irland, island und ägypten /
1990 arbeitsaufenthalte in der sowjetunion, ddr und china /
aktionskunst bosnien-herzegovina 97 /
mitglied der künstlergruppe acht-8, visarte, künstler-gruppe 1½ , türmlihüs winterthur,
kulturrat vs,verantwortlicher der kultur stiftung schloss leuk, projektleiter stiftung chinderwält / ...

ausstellungen:
seit 1983 über 100 ausstellungen im in- und ausland: galerie grahl berlin 91 /
nordkunst hamburg 91 /
zentrumsgalerie moskau 92 /
intern. kunstmesse zürich 95-02 /
kulturausstausch ch-e-a 96 /
katharinen-saal st. gallen 96 /
art frankfurt 96-00 /
galerie station 3 wien 97 /
art multiple düsseldorf 97, 98 /
galerie la ferronnerie paris 97, 00, 03 /
kunsthaus grenchen 98, galerie hafner st. gallen 98, 02, 05 /
galerie winter berlin 98, 99 /
art forum berlin 99, 01 /
austrotel contemporary art fair wien 99 /
fac siders 00, 01 /
leinwandhaus d. stadt frankfurt 00 /
galerie apc murten 02 /
use-go art olten 04 /
merce barcelona 04 /
forum valais 06, 08, 13 /
ferme asile 08 /
galerie ilka klose würzburg 01, 03, 09 /
label art sierre 11 / …

einladungen, preise:
ausgewählt für die «kunst in der altstadt» winterthur 87 /
eingeladen vom kunstverein obersee berlin 97 /
«the soviet designers»-einladung, moskau 91 /
eröffnungsausstellung kunst zürich, schang hutter, seiler pascal, schmidt carlo, gottfried honegger 95 /
art symposium in vilnius litauen 97 /
n’gor dakar, senegal 97 /
kulturjahr in peking 98, 99 /
künstlerstipendium barcelona 04 /
innovationspreis° kulturprojekte 02 /
kunst am bau schulhaus varen 04° /
kunst am bau spital brig 05° /
kunst am bau raiffeisenbank stalden 05° /
innovationspreis „swiss mountain water award“ 06 /
generationenintegrationspreis 09° /
projekt spilstrass visp 08° /
gewinn artist in residence ph rorschach 10° /
forschungsprojekt, aesthetische bildung 10° /…
° = mit seiler pascal

 

 

 

PASCAL SEILER

Die Laufbahn des Künstlers Pascal Seiler aus Steg beginnt 1990 mit dem Abschluss an der Ecole des Beaux Arts in Sion. Seitdem lebt und arbeitet er in seinen Ateliers in Steg und Zürich. Pascal Seiler kann sich vor allem an den Kunstmessen in Basel, Zürich und Frankfurt einen Namen machen, was ihm zu zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland verhilft. Schon früh setzt er sich mit Raum und Form auseinander und stösst dabei auf die Grenzen der bildlichen Malerei. Während seine Bilder zuerst über den Bildrand hinauswachsen, entdeckt er immer mehr die Vieldimensionalität des Bildes. Realität und Abstraktion wechseln sich gegenseitig, der Aussenraum wird nach innen versetzt, der Innenraum wird zum Aussenraum bis sie ganz ineinander verfliessen. Nebst der Malerei beschäftigt sich Pascal Seiler immer stärker mit der plastischen Kunst. Durch seine Frau findet er den Zugang zur Architektur und damit zur Kunst am Bau, was seine vermehrten Arbeiten in diesem Bereich eindrücklich aufzeigen.

Pascal Seiler beschäftigt sich mit den Mechanismen der Bilder oder der Symbole: unvoreingenommen, auf fast wissenschaftliche Art und Weise bemüht er sich um eine Feinstofflichkeit des Ausdrucks. Die Gegenüberstellung von realistischen und abstrakten, von positiven und negativen Elementen löst die erwartete Reaktion aus und deckt die Vielfalt der möglichen Interpretationen auf. Angesichts dieses Vorgangs löst sich alle Gewissheit auf und die Welt zerfällt in tausend Zweifel. Plötzlich findet man sich in die verkehrte Welt eines Lewis Carroll versetzt, wo die Dinge ihre Grössenverhältnisse vertauschen und Gedankenbilder, die gegen die Naturgesetze verstossen, auftauchen. Pascal Seiler hinterfragt die Aussage „Ich glaube nur, wie ich sehe“, indem er den Anteil der Täuschung hervorhebt, die beim Schauen aus Furcht vor der Wirklichkeit auftritt. Das Umfeld oder unser Vorverständnis spielen dabei eine Rolle. Fragen Sie sich also, ob, was Sie da vor Augen haben, Ihnen noch immer so eindeutig erscheint.

2004 Stipendium Barcelona | Kanton Wallis
2002 Bis Art Preis | Unterwallis
2000 Grünwald Preis | Brig
1999 Stipendium | Stadt Frankfurt am Main
1998 Förderpreis | Kanton Wallis

 

 

 

SIBYLLA WALPEN

Sibylla Walpen. geboren am 1. Mai 1969 in Visp/ VS. lebt & arbeitet in Bern.

Ausbildung & Aufenthalte:
1989 Pädagogische Matura in Brig
1989-90 Vorkurs Schule für Gestaltung Bern
1990-95 BG, Schule für Gestaltung Bern
1998 Kulturaustausch in Sarajevo
2004 Atelierstipendium in Berlin

Einzelausstellungen
2007 Kunsträume Zermatt
2005 «touched», Stadtgalerie Bern
2005 Galerie Beatrice Brunner, Bern
2005 Marksblond- Project Bern
2005 Galerie plan-d, Düsseldorf
2000 «On the spot», Stadtgalerie Bern
1995 Projektgalerie Barak, Bern

Gruppenausstellungen
2005 «Foto kann alles»
2005 Weihnachtsausstellung Kunstmuseum Bern
2004 Weihnachtsausstellung Kunsthalle & PROGR Bern
2003 «EX VOTO»- Ausstellung, Galerie Schützenlaube, Visp
2003 Weihnachtsausstellung Kunsthalle Bern
2002 Balsam- Exhibition der Fussballseele, Helmhaus Zürich
2002 «Babuschka», SGBK-Ausstellung Foyer, Kunsthalle Basel
2001 loopool, Kaskadenkondensator Basel
2001 Belle Usine Fully
2000 «Blüescht», Kunsträume Zermatt
2000 Weihnachtsausstellung Kunsthalle Bern
1999 «Body in pieces», Poste d`art contemporain, Fribourg
1999 Galerie Matze & Schützenlaube, Brig & Visp
1999 Weihnachtsausstellung Kunsthalle Bern
1997 Weihnachtsausstellung Kunsthalle Bern
1996 JWK- Kongress, palais de congres, Montreux
1996 Multiple, Galerie Barak, Bern
1995 Diplomausstellung, Vidmar Areal, Bern Semaine internationale de vidéo, Genève

 

 

 

NADJA WÜTHRICH

Nadja Wüthrich, geboren 1984, ist auf einem Bauernhof im Kanton Thurgau aufgewachsen. Nach der pädagogischen Matura studierte sie in Kassel (D), Luzern und Sierre, wo sie 2010 mit dem Master of Art abschloss. Heute lebt und arbeitet sie zusammen mit ihrem Partner, Hund und Katze in Les Marécottes VS. Eindrücklich ist ihre Bodeninstallation «Main-Tenantes» für die Ausstellung "10'000 Stunden" im Thurgauer Kunstmuseum. Sie, die jüngste unter den ausstellenden Kunstschaffenden, hat dafür im eigentlichen Sinne des Wortes Hand angelegt: mit ihren beiden Händen umfasste sie sechstausend Stück Ton. «Main-Tenantes» bedeutet «haltende Hände», «Maintenant» heisst aber auch «jetzt» und steht damit für die sechstausend Augenblicke, welche die Künstlerin im Ton festgehalten hat. Jedes der sechstausend Tonobjekte ist auch ein «Memento mori», denn deren Form erinnert an jene von Knochen.