PROGRAMM 2014
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-llll--- | Schloss Leuk, Donnerstag 5. - Montag 9.6. (durchgehend) KUNSTAUSSTELLUNG
Programm Über die Dauer des Festivals Forum Wallis Joëlle Allet Besichtungen ausserhalb der Öffnungszeiten Führungen In Zusammenarbeit mit
JOELLE ALLET AUSBILDUNG
BERCLAZ DE SIERRE geboren am 15. April 1986 in Paris, lebt in Siders und ist ein konzeptuell arbeitender Künstler, der sich vor allem mit dem Thema der Identität des Namens auseinandersetzt. Dabei spielt seine eigene biographische Erfahrung eine zentrale Rolle. Als er sein Studium der Kunst in Genf 1998 beendet hatte, verbot ihm ein Namensvetter – der ebenfalls Künstler ist – seinen eigenen Namen. Berclaz de Sierre benutzt seither diesen Künstlernamen als sein Label. In seiner Arbeit spielen fortan Namensvetter eine zentrale Rolle. Er sucht beispielsweise Namensvetter von bedeutenden, aber bereits verstorbenen Künstlern auf, z.B. Leonardo da Vinci, Sandro Botticelli, Arnold Böcklin, Paul Klee, Albert Anker, Jean Tinguely etc. Er sucht diese Namensvetter per Telefonbuch oder Internet und besucht sie an ihrem Wohnort, wo er sie um ein Interview, Videoaufzeichnung, und Fotoporträt bittet. Die Geschichten, die er dabei erlebt, haben ihren eigenen Stellenwert. Zudem interessieren ihn seit einiger Zeit auch Namen von Produkten (Möbel, Werkzeug, Elektromaterial). Er sucht sich aus Versandkatalogen Möbelstücke, Unterhaltungselektronik, Werkzeuge oder andere Einrichtungsgegenstände heraus, die Namen von berühmten Kulturschaffenden tragen (zB Claudia Schiffer, Gilbert&George, Charly Chaplin, etc.). Er erwirbt diese Objekte und kombiniert sie zu Installationen und zu Objekten.
MARIA CEPPI 1963 geboren in Visp/VS, CH, lebt und arbeitet in Sierre VS 2004 – 2006 MAPS, Master of Art in public Sphere,
ECAV, Sierre, CH Einzelausstellungen (Auswahl): Gruppenausstellungen: Auszeichnungen: Als Künstlerin beschäftigt sich Maria Ceppi seit Jahren mit der Poesie des Alltäglichen, die in den unscheinbarsten Gegenständen schlummert. Helden ihrer Geschichten sind Alltagsobjekte, die zusammengesetzt, aneinandergekoppelt zu charakteristischen Kunstobjekten werden. Sie sind nutzlos, «entnutzt», jedoch bezüglich ihrer Herkunft noch lesbar und so weit verfremdet, dass wir ihnen eine Eigenständigkeit als Skulpturen ohne Zögern zugestehen. «Les objets cultes» sollen als Trüppchen von «Seldwylern» der Flut von Nutzgegenständen die Stirne bieten, so dass wir uns für einen Augenblick fragen, wieso uns deren Effizienz so blind macht für ihre Originalität. «Ver-rückt» sind diese Objekte dank Maria Ceppis Eingriffen und besitzen die poetische Kraft, die sich auf die Tradition der Surrealisten beruft. Sie nehme nur das zweitbeste Wort, sagt Ilse Aichinger in ihrem Prosastück «Schlechte Wörter». Mit derselben Sorgfalt scheint sich Maria Ceppi dem Zweitbesten widmen zu wollen – nicht erschreckt vom Besten, sondern wohl wissend, dass in dieser Zweitwahl das poetische Potential der Idiosynkrasie erst möglich wird. In der Serie wird sichtbar: es handelt sich um ein Syntaxsystem, das erfahrbar wird durch das vergleichende Hin- und Herschauen vom einen Kunstwerk zum anderen. Die Berechtigung eines Objekts auch allein zu bestehen, überprüfte sie in einem längeren Prozess, wobei für sie als ästhetische Prinzipien die Form, das visuelle Erzählpotential und die Dialogfähigkeit in Bezug zu einer Objektgruppe galten. Maria Ceppi möchte den Schritt von der Skizze zum öffentlich gezeigten Kunstwerk in einer nachvollziehbaren Art darstellen, und lässt uns deshalb diese Objekte nicht direkt, sondern aus der Distanz eines photographischen Abbildes «ent-rückt» entdecken. Eine Porträtgalerie, möchte man sagen, in der jedes Werk in Szene gesetzt ist. Die Objekte sind nun doppelt dem Alltag entrissen: ohne Umfeld und ohne Massstab. Die Besucher, die diese abgelichteten Kunstwerke nicht in der Hand halten können, vermuten vielleicht, sie wären nur digitale Chimären. Schattenlos aufgenommen, bleiben sie unfassbar. Thomas Andenmatten photographierte sie nach Anleitung von Maria Ceppi in detailgetreuer Präzision und machte so jedes Objekt zur Diva – entrückt, unantastbar und sinnlich verführerisch schön. (Georges Pfründer, Sierre 23. März 09)
WALTER EIGENHEER 1961 geboren in Winterthur, aufgewachsen in Brig. Lebt und arbeitet in Zürich und Raron. Ausbildung: 1982 – 1987 Ecole des Beaux Arts, Sion (CH), 1987 Diplom in Bildhauerei, 1991 – 1997 Studium der Bildhauerei bei Prof. Olaf Metzel Akademie der Bildenden Künste, München, seit 1991 Mitglied der Visarte Schweiz (Sektion Oberwallis), 1995 – 1999 Atelier der Landeshauptstadt München, seit 1995 Meisterschüler bei Prof. Olaf Metzel, 1997 Diplom an der Akademie der Bildenden Künste, München, 2000 Lehrauftrag an der Akademie der Bildenden Künste, München, Klasse Prof. Otto Künzli. Ausstellung und Projekte: seit 1987 Teilnahme an verschiedenen nationalen und internationalen Ausstellungen und Projekten, unter anderem - Oberwalliser Kunstverein (Visarte Brig), Galerie zur Matze, Brig und Galerie zur Schützenlaube, Visp (Gruppenausstellung), Transimages, Palestra EX-GIL, Bozen (Gruppenausstellung). 1999 Die ersten Jahre der Professionalität, Galerie der Künstler, München (Gruppenausstellung), Kunst in der Stadt Brig, (Gruppenausstellung), 2000 Lehrauftrag, Akademie der Bildenden Künste, München (Klasse von Prof. Otto Künzli). 2002 Kallmann-Museum Ismaning (München), u. a. mit Flatz, Arnulf Rainer, Valie Export und Maria Lassnig (Gruppenausstellung), 2004 Einzelausstellung Off-Space München, 2007 Walliser Künstler “Maison de Courten”, Sierre (Gruppenausstellung), 2009 “Galerie zur Matze, Brig”, “Heimspiel (Einzelausstellung). Preise: Felix-Grünwald-Förderpreis, Brig. Gottfried Trittenpreis, Sion. Förderstipendium für junge Künstler, Sion. Jubiläumsstipendium der Landeshauptstadt München. Debutantenpreis der Akademie der Bildenden Künste, München.
PETRA FANKHAUSER 1974 geboren in Visp Auszeichnungen Ausstellungen Sonstiges
Born in Switzerland, Marie N. Guex worked and collaborated as a videographer with many swiss institutions over the last twenty years (Télévision Suisse Romande, Médiathèque Valais, UBS, University of Applied Sciences –Western Switzerland). She is the co-founder of Interface Studio-Theater (1999), a multimedia workspace and theater dedicated to the audio/video recording and streaming of stage performances. She was the videographer and video-scenographer of Interface Dance Company for seven years (1995-2002). She is the founder of Stage In Focus, visual documentation for performing arts. She is the co-founder of the International Society for Contemporary Music Valais/Switzerland (IGNM-VS) together with Javier Hagen, Manuel Mengis and Christophe Fellay. In 2007 she graduated from the International Center of Photography, New York, where she studied under Robert Blake and Allen Frame. Since 2006 she has been working on fine art projects with both photography and video, exploring images through a symbolic, metaphoric and poetic way. Her work has been exhibited in New York and Switzerland. She currently lives in New York. http://www.marienguex.com/wordpress/
JOCJONJOSCH Die 2008 gegründete Gruppe JocJonJosch setzt sich aus dem Briten JOC Marchington (geboren 1976 in London), dem Schweizer JONathan Brantschen (geboren 1981 in Fiesch) und dem Schweizer mit slowakischen Wurzeln JOSCHi Herczeg (geboren 1975 in Bratislava) zusammen. Die drei leben und arbeiten in London. Performance, Video und Fotografie stehen im Mittelpunkt ihrer künstlerischen Praxis. Dabei erkunden die drei in London und in Zürich lebenden Künstler mit Humor Begriffe wie Gleichgewicht und Misserfolg. Der menschliche Körper, oft nackt, wird zum Material der kollektiven und interaktiven Skulpturen. Es entstehen zwitterhafte, komische, manchmal monsterähnliche Wesen, halb Mensch halb Tier. 2013 gewinnen sie den Manor-Kunstpreis. Dieser ist eine der wichtigsten Auszeichnungen für zeitgenössische Kunst in der Schweiz. Geschaffen um vielversprechende, junge Kunstschaffende zu fördern, wird der Preis alle zwei Jahre in zwölf Kantonen vergeben. Im Wallis sind bereits Martina Gmür 2007 und Joëlle Allet 2010 mit dem Manor-Kunstpreis geehrt worden.
JOSEF LORETAN Josef Loretan ist seit 2003 Dozent an der HKB. Nach einer Ausbildung als Grafiker in Visp und an der Schule für Gestaltung in Bern, absolvierte er ein einjähriges Praktikum als Steinbildhauer in Emmen. Zwischen 1985-1988 vertiefte sich der Walliser in die Bildhauerei an der Schule für Gestaltung in Luzern, Abteilung freie Kunst. Es folgte ein Auslandstudium an der Staatliche Kunsthochschule Frankfurt/Main von 1990 bis 1993. Hier konnte Loretan an der Städelschule in der Klasse von Ulrich Rückriem und Franz West sein Profil weiter schärfen. Mit einem Stipendium ausgestattet, fand er 1994 im akku-künstleratelier in Uster ein spannendes Umfeld für seine Arbeit. Von 1995 bis 1997 arbeitete Loretan in seinem ersten eigenen Atelier in Uster. 1998 zügelte er dieses nach Zürich. 2002 folgte ein weiterer Umzug nach Bern, wo der Bildhauer heute lebt und arbeitet. 2002 zeichnete ihn der Kanton Wallis mit dem Förderpreis aus. Loretan schuf zahlreiche Werke im öffentlichen Raum. Seine Arbeiten wurden an verschiedenen Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt. Breite Beachtung fanden seine „Veloglocken“ in der Schirn Kunsthalle Frankfurt im Rahmen des Projektes „Playing the City“ 2010. Häufig wiederkehrende Motive in seinen Werken sind Schnee und Eis und die Alpen. Josef Loretan ist Vater von drei Kindern.
CARLO SCHMIDT Carlo Schmidt initiiert, konzipiert und entwickelt neue Experimente/Produkte/Projekte, setzt diese, oder einzelne Prozessteile davon, in seiner Verantwortung oft zusammen mit anderen Künstlern im Verbund um. «Kunst beinhaltet für mich in der heutigen Zeit nicht nur ein ästhetischer Wert, sondern auch einen sozialen, humanen Auftrag. selbst wenn ein entsprechendes Ergebnis nicht über meine Person hinaustritt.» kulturengagements: ausstellungen: einladungen, preise:
PASCAL SEILER Die Laufbahn des Künstlers Pascal Seiler aus Steg beginnt 1990 mit dem Abschluss an der Ecole des Beaux Arts in Sion. Seitdem lebt und arbeitet er in seinen Ateliers in Steg und Zürich. Pascal Seiler kann sich vor allem an den Kunstmessen in Basel, Zürich und Frankfurt einen Namen machen, was ihm zu zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland verhilft. Schon früh setzt er sich mit Raum und Form auseinander und stösst dabei auf die Grenzen der bildlichen Malerei. Während seine Bilder zuerst über den Bildrand hinauswachsen, entdeckt er immer mehr die Vieldimensionalität des Bildes. Realität und Abstraktion wechseln sich gegenseitig, der Aussenraum wird nach innen versetzt, der Innenraum wird zum Aussenraum bis sie ganz ineinander verfliessen. Nebst der Malerei beschäftigt sich Pascal Seiler immer stärker mit der plastischen Kunst. Durch seine Frau findet er den Zugang zur Architektur und damit zur Kunst am Bau, was seine vermehrten Arbeiten in diesem Bereich eindrücklich aufzeigen. Pascal Seiler beschäftigt sich mit den Mechanismen der Bilder oder der Symbole: unvoreingenommen, auf fast wissenschaftliche Art und Weise bemüht er sich um eine Feinstofflichkeit des Ausdrucks. Die Gegenüberstellung von realistischen und abstrakten, von positiven und negativen Elementen löst die erwartete Reaktion aus und deckt die Vielfalt der möglichen Interpretationen auf. Angesichts dieses Vorgangs löst sich alle Gewissheit auf und die Welt zerfällt in tausend Zweifel. Plötzlich findet man sich in die verkehrte Welt eines Lewis Carroll versetzt, wo die Dinge ihre Grössenverhältnisse vertauschen und Gedankenbilder, die gegen die Naturgesetze verstossen, auftauchen. Pascal Seiler hinterfragt die Aussage „Ich glaube nur, wie ich sehe“, indem er den Anteil der Täuschung hervorhebt, die beim Schauen aus Furcht vor der Wirklichkeit auftritt. Das Umfeld oder unser Vorverständnis spielen dabei eine Rolle. Fragen Sie sich also, ob, was Sie da vor Augen haben, Ihnen noch immer so eindeutig erscheint. 2004 Stipendium Barcelona | Kanton Wallis
SIBYLLA WALPEN Sibylla Walpen. geboren am 1. Mai 1969 in Visp/ VS. lebt & arbeitet in Bern. Ausbildung & Aufenthalte: Einzelausstellungen Gruppenausstellungen
NADJA WÜTHRICH Nadja Wüthrich, geboren 1984, ist auf einem Bauernhof im Kanton Thurgau aufgewachsen. Nach der pädagogischen Matura studierte sie in Kassel (D), Luzern und Sierre, wo sie 2010 mit dem Master of Art abschloss. Heute lebt und arbeitet sie zusammen mit ihrem Partner, Hund und Katze in Les Marécottes VS. Eindrücklich ist ihre Bodeninstallation «Main-Tenantes» für die Ausstellung "10'000 Stunden" im Thurgauer Kunstmuseum. Sie, die jüngste unter den ausstellenden Kunstschaffenden, hat dafür im eigentlichen Sinne des Wortes Hand angelegt: mit ihren beiden Händen umfasste sie sechstausend Stück Ton. «Main-Tenantes» bedeutet «haltende Hände», «Maintenant» heisst aber auch «jetzt» und steht damit für die sechstausend Augenblicke, welche die Künstlerin im Ton festgehalten hat. Jedes der sechstausend Tonobjekte ist auch ein «Memento mori», denn deren Form erinnert an jene von Knochen.
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